Kevin Steinbrücker |
Am 26. Februar 2026 startete der Thüringer Bürgerrat Frieden und Diplomatie. Auch unsere Gemeinde ist dabei.
„Die Thüringer Landesregierung setzt auf den offenen Dialog mit den Menschen im Freistaat. Die Fragen von Frieden und Diplomatie beschäftigen uns alle.
Wir möchten wissen, was die Bürgerinnen und Bürger vor Ort bewegt – und auch den eher Stillen eine Stimme geben“, betonte Ministerpräsident Voigt zum Auftakt.
In 36 Thüringer Städten und Gemeinden wurden rund 10.000 Bürgerinnen und Bürger in einem Zufallsverfahren ausgewählt und mit einem persönlichen Schreiben zur Teilnahme eingeladen. In vier regionalen Bürgerräten werden sich jeweils 50 Bürgerinnen und Bürger zu Ängsten, Sorgen, Erwartungen und Hoffnungen austauschen können, die sie mit dem Thema Frieden und Diplomatie für ihre Heimat und in der Welt verbinden. Sie könne dazu Expertinnen und Experten hören und in moderierten Gesprächen Empfehlungen für Politik und Verwaltung erarbeiten.
Rund 10.000 Bürgerinnen und Bürger haben eine Einladung zur Teilnahme erhalten. Sie sind unterzeichnet vom Ministerpräsidenten und seiner Stellvertreterin Ministerin Wolf und Stellvertreter Minister Maier. Wenn Sie diese Einladung erhalten haben und interessiert sind, können sich bis zum 5. März 2026 online, telefonisch oder per Post registrieren.
Bis Mitte März steht fest, wer teilnimmt. Um sicherzustellen, dass die Bürgerräte die Bevölkerung möglichst gut widerspiegeln, erfolgt die Auswahl nach Kriterien wie Wohnort, Geschlecht, Alter, Bildungsstand und Migrationshintergrund. Wichtig ist aber das man sich auch freiwillig meldet.
„Mit dem Bürgerrat Frieden und Diplomatie beginnt in Thüringen eine neue Phase der Bürgerbeteiligung – sie ist transparent, repräsentativ und offen für alle gesellschaftlichen Perspektiven“, sagte Ministerpräsident Mario Voigt zur Begrüßung anlässlich des ersten Treffens des digitalen Begleitkreises. Dieser besteht aus Mitarbeitenden der Landesverwaltung für den Auftraggeber, Bürgermeisterinnen, Bürgermeistern und Landrätinnen und Landräten der teilnehmenden Kommunen sowie Vertreterinnen der kommunalen Spitzenverbände. Gemeinsam werden sie den Bürgerrat für die kommenden knapp zwei Jahre begleiten.
Zum ersten Treffen wurden Inhalt und Ablauf des Bürgerrates besprochen und eine sog. Themenlandkarte von dem mit der Durchführung des Bürgerrates beauftragten Unternehmen DIALOG BASIS vorgestellt.
Die Themenlandkarte erfasst als Stichworte Themen und Fragen die Bürger aktuell zu Frieden und Diplomatie bewegen. Sie wird schrittweise erstellt und dient nachher denn Bürgerräten in den Regionen als Gesprächsgrundlage. An der Erstellung können sich alle Bürgerinnen und Bürger in Thüringen online beteiligen.
Im März werden außerdem Fachpersonen vorgeschlagen, die zu betreuenden Themen Auskunft geben können. Rund 40 Fachpersonen sollen angehört werden. Sie werden befragt, welche Inhalte aus ihrer Sicht für den Bürgerrat wichtig wären. Auch diese Ergebnisse fließen in die Themenlandkarte, die dann alle interessierten Bürgerinnen und Bürger aus Thüringen online kommentieren oder ergänzen können. Welche Themen aber genau ausgewählt werden und welche Fachpersonen dazu angehört werden sollen, entscheiden die Bürgerräte selbst.
Ab April 2026 finden die ersten Treffen der vier regionalen Bürgerräte statt. Sie entwickeln im Dialog Empfehlungen für Politik, Verwaltung und das Miteinander in den Regionen. Die Abschlusskonferenz ist für den Sommer 2027 vorgesehen.
Der Bürgerrat wird von einer repräsentativen Onlinebefragung mit rund 1.000 Befragten wissenschaftlich begleitet. Das Institut INSA-CONSULERE untersucht dabei, welche Themen die Menschen in Thüringen mit Frieden, Diplomatie und Bürgerbeteiligung verbinden und wie der Bürgerrat in der Bevölkerung wahrgenommen wird.